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TENS - Therapie

Triggerpunkt - Therapie

Transkutane elektrische Nervenstimulation
-eine bewährte Schmerztherapie

Die Elektrotherapie und speziell die transkutane elektrische Nervenstimulation ist eine Therapie zur Schmerzbekämpfung, bei der Nerven elektrisch gereizt werden. Der Strom wird über selbstklebende Hautelektroden verabreicht. Der Vorteil der TENS-Therapie liegt in der weitest-gehend nebenwirkungsfreien Behandlung, die effektiv und günstig ist. Sie kann nach Einweisung von den Patienten selbst zu Hause angewendet werden.

Wie wirkt TENS ?

- Gate-Control-Effekt Über die Nervenfasern unseres Körpers wird der Schmerz an das Gehirn weitergeleitet und dadurch wahrgenommen. Durch Stimulation der Nerven mit TENS wird die Weiterleitung der Schmerzsignale an das Gehirn blockiert. Die Schmerz-empfindung kann gelindert oder gehemmt werden.

- Beta-Endorphin-Ausschüttung. Unter der TENS-Therapie wird die Synthese und Freisetzung von Beta-Endorphinen angeregt. Beta- Endorphine sind vom Körper selbst synthetisierte Peptide, die eine dem Morphin ähnliche Schmerzlinderung bewirken, ohne die nachteiligen Nebenwirkungen.

Man unterscheidet zwischen 2 Frequenzbereichen mit eigener Wirkung.

Niederfrequenter Bereich zwischen 1 und 10 Hz

Auftreten von Muskelzuckungen. Dies führt zu einer Endorphinausschüttung.
Die Endorphine werden erst nach einer gewissen Zeit der Stimulation ausgeschüttet, so daß die Wirkung nicht sofort eintritt, dafür aber länger anhält.
Je häufiger die niederfequente Behandlung durchgeführt wird, um so länger wird der Schmerz gelindert.

Hochfrequenter Bereich zwischen 50 und 120 Hz

Im Unterschied zu der niederfrequenten führt die hochfrequente Stimulation schon nach einigen Minuten zu einer schmerzstillenden Wirkung.
Durch sie werden Nervenfasern stimuliert, die Reize schnell leiten können. Schnell leitende Nervenfasern setzen sich im Zentrum unseres Nervensystems, dem Rückenmark und dem Gehirn, gegenüber langsameren Nervenfasern durch. Gerade die schmerzleitenden Nerven leiten oft langsamer. Ihre Impulse werden durch die hochfrequente Stimulation unterdrückt.

Behandlungsparameter

- Anfangs sollte hochfrequent behandelt werden, da so der Behandlungserfolg am schnellsten beurteilt werden kann.
- Behandlungsdauer mindestens 30 Min. auch mehrmals am TagElektrodenplazierung im Schmerz- oder Erkrankungsbereich oder im Bereich der Nerven oder der Nervenwurzel, der das Schmerzgebiet versorgt.Kaada Stimulation.
- Die Wirkung betrifft den ganzen Körper. Sie ist sinnvoll, wenn z.B. Schmerzen an mehreren Körperstellen auftreten oder wenn die Elektrodenanlage im Schmerzareal nicht möglich ist.
- Han Stimulation. Eine hochwirksame Kombination von hoch- und niederfrequenter Stimulation. Programm 11 beim Neurotrac Gerät.

Kontraindikationen

Patienten mit Herzschrittmachern oder anderen elektronischen Implantaten im Körper sowie Epilepsie dürfen nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt und unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen die TENS-Therapie durchführen.

Der Einsatz von Elektrotherapiegeräten zur Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen sowie muskulärer Dysbalancen.
Ein nichtmedikamentöses Behandlungskonzept auf Rezept.

In der Elektrotherapie dient die Stimulation der Muskulatur und des Gewebes durch geringe elektrische Impulse
der Schmerzlinderung. Eine sehr häufig angewandte Form der Elektrotherapie ist die Transkutane Elektrische Nervenstimulation. Auf die Haut aufgebrachte und an kleine, handliche Geräte gekoppelte, selbstklebende Elektroden regen das Nervensystem an und lösen dadurch Verkrampfungen bzw. lindern Schmerzen. Diese Behandlung kann der Patient jederzeit zu Hause durchführen.

Die Elektrische muskuläre Stimulation EMS ist eine physikalische Therapie zur Behandlung spezifischer muskulär-skelettaler Probleme. Die EMS wird hauptsächlich zum Muskelaufbau und –regeneration genutzt, jedoch erstreckt sich das Einsatzgebiet bis in den Sport- und Wellnessbereich. Die Elektrotherapie wird ebenfalls sehr erfolgreich zur Behandlung von Inkontinenzproblemen eingesetzt. Die Inkontinenz kann mit Hilfe spezieller Therapien oftmals stark gelindert oder sogar komplett geheilt werden.

Patienten können sich diese Geräte auf Rezept verordnen lassen und zahlen nur die gesetzlich vorgeschriebene Zuzahlung, z. Zt. zwischen 5,-- und 10,-- EUR.

Indikationen TENS

- Chronisch muskuläres WS-Syndrom
- Chronisch rezidivierendes WS-Syndrom
- Akuter Bandscheibenvorfall
- Akute Schmerzzustände
- Gelenksarthrose/Gonarthrose
- Osteoporose/M.Bechterew
- Lumboischialgie
- Zervicobrachialgie
- Zosterneuralgie
- Interkostalneuralgie
- Trigeminusneuralgie
- Kopfschmerzen
- Narbenschmerzen
- Phantomschmerzen
- Sportverletzungen
- Durchblutungsstörungen
- Beckenbodenschmerzen
- Frakturschmerzen
- Migräne
- Schmerzen durch Krebs
- Menstruationsschmerzen
- Schleudertrauma
- Ischiasschmerzen